Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul

Ein kleines Tablet habe ich geschenkt bekommen. Juhu.

Der Vorbesitzer hat keine Verwendung dafür gefunden und wollte mir eine Freude machen. Kaum gebraucht also. Neupreis vor einem Jahr: 300 Euro. Jetzt kann man es noch für 200 erwerben. Ich habe für so etwas Verwendung.

Also fix über Nacht an die Ladestation gehängt, Schalter gedrückt und es passiert: Nix.
Meine Suchmaschine sagt, ich soll eine Taste 20 Sekunden gedrückt halten: Nix.
Meine Suchmaschine sagt weiter, ich soll mehrere Tasten 40 Sekunden gedrückt halten: Nix.
Meine Suchmaschine sagt auch, ich soll es an einen Rechner anschließen, ein paar Stunden warten und mehrere Tasten einen gewissen Zeitraum drücken: Nix.

Blöd. Offensichtlich ist der Akku hin – und an den kommt man ja nicht mehr ran heutzutage…

Also: Hersteller kontaktiert. Der sagt, die Garantie ist abgelaufen (seit einem Monat!) und ich kann es einschicken, dann bekomme ich einen Kostenvoranschlag. Der (nicht die Reparatur) kostet 69 Euro – wird aber bei Auftrag angerechnet.
Ich rechne und mache erstmal: Nix.

Und jetzt kommt’s: Meine Suchmaschine sagt irgendwann, man könne die Rückwand einfach abnehmen und dann könne man den Akku einfach ausstecken (ohne Spezialwerkzeugt oder so). Ach, was! Gesagt, getan. Akku durchgemessen: Tot. Neuen Akku auf Versteigerungsportal bestellt und erhalten (50 Euro), eingebaut – und es passiert:

Es geht! Super! Einfach so.

Wer hätte das gedacht?

Nein, es ist kein Apple Produkt.


In Anlehnung an das Techniktagebuch möchte ich hier in loser Folge von meinen kleinen und größeren Widrigkeiten mit technischen Apparaten berichten…